Mecs Tittmoning e.V.

Über uns:

Im November 1975 gab es einen kleinen Zeitungsausschnitt, über die mögliche Gründung eines Eisenbahnclubs in Tittmoning. Man war erstaunt, daß sich so viele Interessierte Modellbahner einfanden. Die Gründung eines einzutragenden Vereines war am 27.12.1975 in Tittmoning. Die erste H0 Anlage (1:87), wurde im ehemaligen Bahnhof Tittmoning aufgebaut. Vorher hatten wir die Räume Zeitaufwändig renoviert. 1979 wurde allerdings der Bahnhof von der Deutschen Bundesbahn verkauft. Nunmehr völlig andere Mietpreisvorstellungen, zwangen uns zum Handeln. Nachdem uns die Stadt Tittmoning in unserer Not, kurzfristig in dem damals in Planung sich befindlichen “Haus des Gastes”, einen Raum zuweisen konnte, kündigten wir und bauten die Anlage im Bahnhof ab. Von dieser blieb nicht viel übrig, wie alte Fotos beweisen. Richtig bekannt wurden wir aber erst mit der zweiten Anlage, durch Fotos in ROCO Katalogen, Fachzeitschriften und Berichten des Bayerischen Fernsehens, sowie Vereinspflege im In- und Ausland mit anderen Eisenbahnvereinen. Im Jahr 1990, musste wegen Erweiterung des Kindergartens, auch diese Anlage wieder abgerissen werden. Der ganze Aufwand in Geld und Arbeitskraft war wieder vernichtet. Bis 1993 bestand der Verein dann nur noch auf dem “Papier”. Es verbreitete sich sehr schnell das Gerücht, den Verein gäbe es nicht mehr.
Nach längeren Verhandlungen, wies uns dann die Stadt Tittmoning wieder im “Haus des Gastes” (3.Stock), einen neuen Raum zu, wo dann letztendlich unsere dritte H0 Anlage entstehen konnte.

Die H0/H0e Anlage:

Anlagengröße: 7,5 x 6,3 x 8,6 Meter. 80 Weichen und Kreuzungen, Gleismaterial von Roco. Rollendes Material hauptsächlich von Roco, Piko, Liliput, Rivarossi und Fleischmann. Die Lokomotiven und Wägen sind Größtenteils kurzgekuppelt. Die Oberleitung stammt von der Fa. Sommerfeld. Sämtliche 80 Gebäude stammen von Faller, Vollmer, Kibri, Auhagen, Pola, Noch, wie auch viele Eigenbauten.
Die Anlage wird im Automatik-Betrieb PC gestützt betrieben. Die Rückmelder, Gleisbesetztmelder, Lichtsignaldecoder und Booster stammen von Littfinski-Datentechnik und wurden als Bausätze, selbst zusammen gebaut. Als Steuerungsprogramm verwenden wir RocRail. Fast alle Straßen werden mit dem Faller Car System betrieben. Dazu wird ein eigenes Stellpult verwendet, welches ebenfalls im Eigenbau entstand. Die Steuerungs-Software, wie auch die für dass Bahnbetriebswerk (Analog) wurde selbst programmiert. Es wurde auch eine Nebenbahn angelegt, auf der der Bayerische Glaskasten (BR 98) verkehrt. Diese endet, wie im realen Vorbild, im Bahnhof Tittmoning, welcher ebenfalls im Modell nebst den zugehörigen Bahnbauten als Eigenbau entstand.
Zu weiteren Details zählen das Alzwerk der Fa. Wacker Chemie, die Burg Falkenstein, ein großzügiger Beleuchteter Schattenbahnhof der von aussen einsehbar ist, die Nebenbahn Wiesmühl - Tittmoning, eine Straßenbahn und die H0e Anlage im Pendelbetrieb, gestaltet nach Österreichischen Vorbild.
Ein völlig neugestaltetes Bahnbetriebswerk mit angrenzendem Rangierbahnhof, ergänzt die Anlage. Dieser Bereich wird über ein separates Stellwerk bei Bedarf gesteuert, welches noch von der zweiten Anlage im 1.Stock stammt. Die Anlage ist komplett digitalisiert. Die Nebenbahn wurde auf einen Vollautomatisierten Betrieb im Pendelzugbetrieb umgebaut. Die Lokdecoder stammen hauptsächlich von ESU (Lok Pilot V 3.0 und V 4.0).

Technische Daten der H0/H0e Anlage:

Anlagenraum (Clubraum) Länge 9,63 Meter x Breite 7,78 Meter = 75 m². Bebaute Anlagenfläche = ca. 36 m².
H0 Gleise und Weichen Roco Line und ältere Ausführungen, H0e- Gleise von  Roco. Weichenantriebe: Roco, Bemo und von Conrad. 65 Licht- und Formsignale von Viessmann. Die Signalsteuerung der Nebenbahn wird mit ESU Micro-Servo’s und Switch Piloten V 2.0 realisiert. Oberleitung von Sommerfeldt und Eigenbauten. Nebenstellwerk für Faller-Car-System (Eigenbau). Weiteres Stellwerk für Bahnbetriebswerk sowie Güter- und Containerbahnhof mit Ablaufberg.

Eine kleine, aber wahre Geschichte.....

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Nachdem in Tittmoning der “Glaskasten” (Bw Freilassing) eingesetzt war, gibt es eine nette Geschichte zu vermitteln. Es wohnte dort im Anbau des Lokschuppens (siehe Foto, Nachbau in H0) mit seiner Familie, ein Lokführer namens Tausendteufel. In Tittmoning gab es ein paar Lausbuben, die ihn ständig versuchten zu ärgern, da er ihnen nicht wohlgesonnen war. Ein teuflischer Plan wurde ausgeheckt, der auf Anhieb seine Wirkung nicht verfehlte. Tausendteufel fuhr am Abend nach Hause in Richtung Lokschuppen um seinen Dienst zu beenden. Sein gewohntes Bremsmanöver zeigte aber diesmal weniger Wirkung als sonst üblich. Die Lausbuben hatten das Zufahrtsgleis mit Schmierseife präpariert. Plötzlich tat es einen gewaltigen Kracher und der “Glaskasten” stand in seiner vollen Pracht im ehelichen Schlafgemach! Na, dann gute Nacht Herr Tausendteufel und einen recht schönen und ausführlichen Bericht an den Herrn Vorgesetzten......

Tittmoning

Wikipedia-Link zum Bahnhof Tittmoning

Obenstehend eine aktuelle Skizze der Bahnhofsanlagen. Ausser dem Bahnhofsgebäude und Nebengebäude ist heute nichts mehr vorhanden. Der Personenverkehr Tittmoning - Wiesmühl wurde bereits im Jahr 1969 eingestellt. Im Jahr 1981 folgte die Einstellung des Güterverkehrs, der zuletzt nur noch von der Fa. Brückner genutzt wurde.